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Bote der Urschweiz |
| 21.03.2004 |
Bruhin hervorragende Zweite
Snowboard: Weltcup-Finale in Turin/Bardonecchia
Daniela Meuli setzte sich mit ihrem achten Saisonsieg im Parallel- Riesenslalom
am Weltcup- Finale der Snowboarder in Bardonecchia (It) die Krone als mit Abstand
beste Alpinfahrerin gleich selber auf. Gleiches gelang bei den Männern
Sigi Grabner. Si.- Obwohl Meuli seit dem 20. Februar als Disziplinen-Siegerin
feststand, kannte die 22-jährige Davoserin in den letzten Rennen keine
Motivationsprobleme.
In Bardonecchia, wo im Winter 2006 die olympischen Snowboard-Wettkämpfe
stattfinden werden, gewann sie in abermals souveräner Manier zum fünften
Mal in den letzten sechs Wettkämpfen und krönte so ihre sensationelle
Saison. Der Reihe nach eliminierte Meuli die WM-Dritte Sara Fischer (Sd), die
Japanerin Tomoka Takeuchi sowie die letztjährige Weltcup-Siegerin Ursula
Bruhin und liess im Final auch der überraschenden Marion Kreiner aus dem österreichischen
B-Kader keine Chance. Einzig Fischer vermochte der Dominatorin im ersten Achtelfinal-
Lauf (eine Hundertstel zurück) Paroli zu bieten. «Es lief wieder
einmal alles perfekt», analysierte Meuli nüchtern. In 13 von 16 Rennen
in Top 3 «Wunschziel vor der Saison war eigentlich ein Top-3-Platz in
der Alpin- Wertung.» Den letzten Winter hatte Meuli im zehnten Rang abgeschlossen.
Im Rückblick wurden es allein für die ETH-Absolventin unglaubliche
13 Podestränge in 16 Alpinrennen. Einzig am Prolog in Valle Nedavo (16.),
in Bad Gastein im ersten Rennen des Jahres 2004 (10.) und im zweiten Rennen
von Sapporo (9.), als sie bereits als Disziplinensiegerin feststand, reichte
es nicht unter die besten Drei. «Es hat einfach von A bis Z alles gestimmt:
das Trainingsumfeld, das Material, die Stimmung im Team.» Meuli ist Teil
der mit deutlichem Abstand besten Equipe der Welt. Die Schweiz gewann die Nationenwertung
vor Österreich und Frankreich. 42 Mal, davon 36 Mal (17 Siege, 9 zweite
und 10 dritte Plätze) die Alpin-Sektion, standen Schweizer Vertreter auf
dem Podest. Neben Meuli kann im Frauenteam auch Ursula Bruhin auf einen erfolgreichen
Winter zurückblicken. Die am kommenden Freitag 34 Jahre alt werdende Schwyzerin
gewann drei Rennen (Sölden, Whistler, Stoneham) und wird in der Alpin-Wertung
hinter der überragenden Meuli im zweiten Rang geführt. Zudem erreichte
mit der knapp 22-jährigen Berner-Oberländerin Fränzi Kohly eine
junge Athletin in Maribor als Zweite ihre erste Top-3- Platzierung.