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Bote der Urschweiz |
| 1. September 2004 |
Die Spiele von Turin im Hinterkopf
Snowboard: Ursula Bruhin bereitet sich auf die neue Saison vor
Die Olympischen Sommerspiele 2004 gehören der Vergangenheit an. In eineinhalb Jahren stehen die Winterspiele in Turin auf dem Programm. Ein Ziel, auf das die Schwyzer Snowboarderin Ursula Bruhin mit
aller Konsequenz hinarbeitet.
Noch ist vom Winter zwar weit und breit nichts zu spüren, und doch fehlen nur noch ein paar Wochen, bis wohl die Snowboarder Mitte Oktober die Rennsaison 2004/05 in Angriff nehmen. Dementsprechend bereiten sich die Athletinnen und Athleten auch bereits vor. Ursula Bruhin, die Weltcupzweite der vergangenen Saison, war vor zwei Wochen zusammen mit dem Nationalkader auf dem Gletscher in Saas Fee. Dem Nationalkader gehören Daniela Meuli, Ursula Bruhin, Fränzi Kohli, Rebekka von Känel, Heinz Inniger, Urs Eiselin, Gilles Jaquet, Simon Schoch, Philipp Schoch und Roland Haldi an. In Saas Fee fehlte einzig die Gesamtweltcupsiegerin des vergangenen Winters, die Davoserin Daniela Meuli, die momentan Prüfungen fürs Sportlehrerstudium an der ETH Zürich absolviert. Das Training wurde geleitet von Christian Rufer aus Ebnat-Kappel.
Leider waren im Walliser Bergdorf die Wetterbedingungen nicht allzu gut, sodass nicht alle vorgesehenen Trainings absolviert werden konnten. Nur gerade am Vormittag waren die Bedingungen genügend, sodass ein einigermassen gutes Schneetraining durchgeführt werden konnte. In Saas Fee unternahm man alles, um den Athleten trotz des nicht idealen Wetters gute Pisten zur Verfügung zu stellen.
Das leidige Geld
Nach wie vor sind die Snowboarder finanziell nicht auf Rosen gebettet, immerhin erhalten sie ab dieser Saison von Swiss Ski erstmals Unterstützung, zum Beispiel für Flüge an Rennen. Weil auch die alpinen Skifahrer Trainings durchführten und Pisten reserviert hatten, stand für die Snowboarder nicht immer das gewünschte Trainingsgelände zur Verfügung. So musste viel improvisiert werden, sicher keine ideale Voraussetzungen, um sich optimal vorzubereiten.
Verschiebung nach Sölden
Ende letzter Woche zogen die Schweizer Snowboarder ins österreichische Sölden, wo die Fahrerinnen und Fahrer die gewünschten pickelharten Pisten vorfanden. In den nächsten Wochen gilt es nun, sich auf den Rennrhythmus des kommenden Winters vorzubereiten. Dann stehen Ursula Bruhin bei den Olympischen Spielen in Turin alle Türen offen.

Ist für die kommende Saison guter Dinge:
Die Schwyzer Snowboarderin Ursula Bruhin. Bild Andreas Seeholzer